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Mehr InformationenMehr als 99,99 Prozent der Aerosole werden herausgefiltert!
Professor Christian Kähler, einer der drei Autoren der Studie, hat hohe Erwartungen an die Lösung: “ Die Aerosolkonzentration in einem Raum lässt sich zwar durch Fensterlüften herausleiten“, erklärt der Wissenschaftler. Doch spätestens im Winter sei dies auf Dauer nicht mehr möglich, ohne Energie zu verschwenden und die Gesundheit der Menschen zu gefährden. Die Studie der Münchner Forscher zeigt nun, dass Aerosole auch durch Filtern der Luft abgeschieden werden können.
Für ihre Studie untersuchten die Forscher mittels Lasermesstechnik systematisch einen Raumluftreiniger mit einem Volumenstrom von bis zu 1500 Kubikmetern pro Stunde.
Das Ergebnis ist beeindruckend: Der verwendete Raumluftfilter verfügt über eine Filterkombination, die dafür sorgt, dass selbst Aerosole mit einem Durchmesser von 0,1 bis 0,3 Mikrometer zu 99,99% aus der Umgebungsluft herausgefiltert werden.
Selbst in einem 22 Meter langen Korridor wurde die Konzentration von Aerosolen in der Umgebungsluft in nur etwa fünf Minuten halbiert. Für große Räume empfehlen Wissenschaftler jedoch, mehrere Geräte zum Schutz vor Infektionen aufzustellen.
Einsatz in Schulen oder Warteräumen
Raumluftfilterung kann eine Lösung für Schulen, oder Warteräume sein, in denen sich viele Menschen aufhalten und die nicht immer belüftet werden können.
Die Bundeswehrforscher denken dabei auch an Schulen, Büros und Geschäfte. „Davon können viele öffentlich zugängliche Einrichtungen profitieren“, sagt Kähler, Direktor des Instituts für Strömungsmechanik und Aerodynamik.
Für die meisten herkömmlichen Raumluftsysteme sind die Corona-Aerosole jedoch zu klein, bis zu einem Mikrometer werden sie nicht gefiltert. Professionelle Geräte müssen nach Ansicht des Experten jedoch mit einem Hepa-Virenfilter entsprechender Qualität (mindestens Klasse H13) und einem hohen Volumenstrom je nach Raumgröße ausgestattet sein, damit die Viren gefiltert werden.
